Archiv für die ‘Bogenschießen / Bogensport’ Kategorie
Custom Bögen von BYBEIERGERMANY in neuem Design
Es ist endlich soweit! Die neuen Bögen für 2013 sind raus.
Die Bogenmanufaktur BYBEIERGERMANY in Sesslach fertigt seit 2011 eine besondere Bogenserie in limitierter Auflage: die Custom Bows; vier Recurvebögen und vier Langbögen, von denen pro Modell nur bis zu 100 Stück hergestellt werden.
Es handelt sich um dabei um hochwertige und äußerst effektive Bögen. Wenn Du einen genauen Blick auf die Bögen wirfst, erkennst Du sofort, daß hier viel Zeit in die Auswahl der Materialien und das Design geflossen sind. Ausgewählte Hölzer und exotische Glaslaminate kommen hier zum Einsatz, die nicht nur schön aussehen sondern auch wesentlich auf eine langlebige Haltbarkeit und hervoragende Wurfleistung abgestimmt sind.
Charakteristika der Custom Bows BYBEIERGERMANY
-alle Bögen sind Fastflight tauglich
-in den Wurfarmen kommt bei allen Modellen Bambus zum Einsatz; d.h. leichte und dennoch kräftige Wurfarme, die Deinen Pfeil aus dem Bogen katapultieren
-alle Bögen sind abgestimmt auf Deine persönliche Auszugslänge; Du bestimmst das Zuggewicht Deines Bogens selbst!
-Du erhältst Deinen Bogen mit persönlicher Widmung, d.h. Dein Name steht auf dem unteren Wurfarm und Du erhältst ein Echtheitszertifikat, das auf Deine Person ausgestellt wird
-Auslieferung mit 3 auf den Bogen abgestimmten Holzpfeilen
Wildnissport hat bereits Custom Bögen getestet und an den Bogenschützen gebracht.
Fazit: Begeisterte Reaktionen durch die Bank!
Bogen Praxis: Standhöhe einstellen
Mit der Standhöhe wird der Abstand der Sehne von der tiefsten Stelle des Griffstücks bezeichnet. Jeder Bogen besitzt eine ihm eigene optimale Standhöhe, bei der er Dir die beste Performance (Schußruhe, genauigkeit, Effektivität) bietet. Beim Kauf eines Bogens solltest Du Dir die dem Bogen zugehörige Standhöhe Dir notieren bzw. merken.
Jedes mal nach Aufspannen Deines Bogens ist es ratsam die Standhöhe auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Am besten machst Du dies mit einem Checker.
Wie das genau funktioniert, zeigt Dir hier Henry Bodnik, CEO bei Bearpaw:
Bogen Praxis: Nockpunkt an der Sehne anbringen
Der Nockpunkt ist ein kleiner Ring aus Metall (meist Messing), der Dir hilft den Pfeil immer auf die richtige Höhe auf Deiner Sehne einzunocken. Ein richtig gesetzter Nockpunkt begradigt Deinen Pfeilflug. Einen falsch gesetzen Nockpunkt erkennst Du daran, daß Dein Pfeil im Flug auf- und abreitet.
Um einen Nockpunkt fachgerecht anzubringen benötigst Du einen Checker. Im Video unten zeigt Dir Henry Bodnik, CEO bei Bearpaw, wie Du einen Nockpunkt richtig auf die Sehne Deines Bogen setzt.
Bogen Praxis: Bogen mit Spannschnur aufspannen
Eine Spannschnur hilft Dir beim Auf- und Abspannen Deines Bogens. Gerade bei hohen Zuggewichten läufst Du Gefahr, bei nicht fachgerechtem Auf- und Abspannen, die Wurfarme Deines Bogens zu verdrehen oder zu beschädigen. Mit dieser Methode nimmt Dein Bogen keinen Schaden!
Henry Bodnik, CEO bei Bearpaw, zeigt in diesem Video sehr schön den genauen Ablauf, wie Du mit einer Spannschnur Deinen Bogen aufspannst.
Kleines spontanes Bow Camp mit Fred Bear Bögen
Seit dem der Winter hier in der Lüneburger Heide eingetroffen ist und so richtig knackige Temperaturen auf das Thermometer bringt, machen die Wochenenden den Wildnissportlern noch mehr Spaß. Spontan haben wir ein kleines Bowcamp organisiert, unsere Freunde vom Bogensportverein Hohe Heide eingeladen und 2 Tage lang unsere Bear Bögen zum Glühen gebracht.
Lagerfeuer
Wie immer der zentrale Punkt im Bowcamp. Hier wurde geklönt, auf der Grillschale gegrillt, dem Dudelsack gelauscht und sich 1 oder 2 Bierchen gegönnt. Hier war ein ständiges Kommen und Gehen zu beobachten. Schön, daß so viele Freunde die Tage über spontan vorbeigeschaut haben.
Fred Bear Bögen
Gleich 3 Bear Bögen haben wir zum Glühen gebracht:
Den neuen Bear Langbogen Ausable. Dank des Reflex/Deflex Designs und der mit Bambus ausgestatteten Wurfarme ein unglaublich effektiver Langbogen ohne Handschock.
Der “Trainer” schoß sich mit dem Bear Super Kodiak die Finger wund. Das unverwechselbare Design der Kodiak-Serie verwendet Bear schon seit Jahrzehnten. Massives Griffstück, sehr schußruhig und ein Garant für ein unverwechelbares Bogenerlebnis.
Hacki hat aus seiner Bogenkiste den Fred Bear Cheyenne herausgekramt. Das Modell stammt aus 2011. Erkennbar an dem grünem Holz. Seit 2012 setzt Bear hier auf das rote Design. Der Cheyenne sei allen empfohlen, die wert auf einen besonders schnellen Bogen legen. Sehr leicht, aber auch nervös. Für Fortgeschrittene mit sauberer Technik!
Die Nächte im Tipi verbracht
Viele Freund haben uns für verrückt erklärt bei nächtlichen Temperaturen bis -10°C draußen zu übernachten. Sie kennen alle nicht dem Komfort eines Tentipi-Zelt mit Zeltofen.
Ist der Ofen erst einmal in Betrieb ist es auch bei äußeren Minusgraden innen so warm, daß man locker im T-Shirt sitzen kann. Mann, Frau, Kind und Hund haben es genossen!
Da es aber sofort kalt wird, sobald der Ofen aus ist, muß einer die Nacht über Feuerwache halten. Hier empfehlen sich Holz- oder Kohlebriketts, damit man nicht so oft nachlegen muß.
Fazit
Schöne Aktion! Wunderbar zum Akku-Aufladen – leider hat das Jahr nur 52 Wochenenden – aber Platz für 1-3 Bow Camps sollte man immer reservieren!
Ethafoam Zielscheiben von BY BEIER GERMANY – die bessere Scheibe!
Wußtest Du, daß die Polyethylen-Scheiben von Uwe Beier zu 100% recyclingfähig sind?
Und das ist noch lange nicht alles. Uwe Beier, Inhaber von By Beier Germany, hat sich zu einem Statement zu den eigens produzierten Scheiben hinreißen lassen.Das soll Dir nicht vorenthalten bleiben:
”
ETHAFOAM – DIE CLEVERE WAHL!
Zielscheiben aus Ethafoam haben sich seit vielen Jahren, ja sogar Jahrzehnten, im Bogenschießen und Bogensport bewährt. Ethafoam ist ein geschützter Begriff für ein spezielles Polyethylen, aber dazu später mehr. Dieses Material ist vor einigen Jahren aus lizenzrechtlichen Gründen mit einem Schlag vom Markt verschwunden. Hersteller von Bogensportzielscheiben haben relativ schnell auf andere Kunstschäume zurückgegriffen und den Markt damit, zum Teil auch unlauter, unter dem Begriff Ethafoam bedient. Es sind auch neue Begrifflichkeiten wie Targetfoam etc. entstanden, um dem Endverbraucher zu suggerieren “Das ist etwas, was Dir schon immer angeboten wurde.”
Wir haben uns dazu nicht durchringen können, etwas aus der Taufe zu heben, was letztendlich schon andere getan haben. Statt dessen haben wir Zielscheiben angeboten, die zwar dem Standard von Ethafoam nicht entsprechen, aber aus einem Polyethylen bestehen. Dabei handelte es sich nicht um by beier germany Produkte. Auf Stramit Zielscheiben haben wir auch gänzlich verzichtet. Stramit ist ein Material, das im Bogensport unserer Meinung nach nichts zu suchen hat. Wer schon mal Stramitscheiben bewegt hat, weiß, wie schwer die Dinger sind. Und wer Stramit beschossen hat, weiß auch, wie hart die den Pfeil abbremsen, wie schwer Pfeile zu ziehen sind und wie leicht die schönen und kostenintensiven Pfeile abbrechen, wenn sie auf der Scheibe einschlagen.
Wir haben uns auf die Suche gemacht, wir wollten unseren Kunden wieder Zielscheiben aus Ethafoam anbieten. 2010 war es dann so weit, es kam zur einer Kooperation und wir konnten Ethafoam Zielscheiben wieder in unser Sortiment aufnehmen. Mittlerweile wird nicht nur in Deutschland auf die Scheiben “Made in Germany“ geschossen, sondern auch über die deutschen Grenzen hinaus: nach einer Anfrage des Argentinischen Bogensport- Verbands haben wir auch dorthin geliefert.
Aber was ist denn so gut an Ethafoam?
Wenn Sie sich umhören, wird Ihnen kaum jemand Antwort darauf geben können. Man hört dann immer:
“die Löcher schließen sich wieder”*, “gutes weiches Abbremsverhalten “ “gute Stoppwirkung, ohne dass Pfeile abbrechen“ “die Pfeile lassen sich gut und leicht ziehen“ “auch im Winter bleiben die Scheiben weich“ etc.
*Das Verschließen der Löcher ist relativ, der eingedrungen Pfeil hat natürlich in der Scheibe seine Spuren hinterlassen und das Loch ist unweigerlich da. Aber das Material so elastisch das es wieder, je nach Temperatur, wieder in seine Ausgangsform zurück geht und somit das Loch quasi verschließt.
Aber warum ist das so?
Die genannten Eigenschaften beruhen auf der Materialbeschaffenheit, aber Ethafoam kann noch wesentlich mehr! Ein paar Dinge haben wir bei unseren Scheiben aus unserer langjährigen Erfahrung, auch mit den früheren Scheibensystemen, anders und wir denken auch besser gemacht.
Hier unsere Antworten, Fakten und grundsätzliche Eigenschaften von Ethafoam:
Ethafoam ist ein geschlossenzelliger unvernetzter PE- (Polyethylen) Schaum. Seine flexible und geschlossenzellige Struktur trägt zu einer besonders guten und hochelastischen Polstereigenschaft bei. Das erklärt auch, warum es so schonend für die Pfeile ist.
Was ist nun bei der unvernetzten Ethafoamstruktur besser als bei einer vernetzten von anderen Zielscheiben?
Ganz einfach: Vernetzter Schaum ist nicht recyclingfähig, Scheiben aus vernetztem Schaum sind nicht aufschmelzbar und tragen somit auch zur Umweltverschmutzung bei.
Ein unvernetzter Molekülkettenaufbau, wie beim Ethafoam, ist auch für das weiche “Eintauchen” der Pfeile mitverantwortlich. Denn bei unvernetztem Ethafoamschaum liegen die Molekülketten nebeneinander, ja fast geordnet und können sich bewegen. Das hat zur Folge, dass der Pfeil das Material verdrängen kann und es sich nach dem Ziehen der Pfeile wieder in die Ausgangsposition bewegen kann. Die Geschwindigkeit dieser Rückbewegung ist von der Temperatur abhängig. Im Vergleich dazu können Sie sich bei den vernetzten Schäumen ein Fischernetz vorstellen, das dehnt und bewegt sich nicht, sonst wäre es ja kein Netz und Fische könnte man damit auch nicht fangen. Das Molekülkettennetz ist nur 3dimensional im Vergleich zum Fischernetz. Die Bewegung ist also so stark eingeschränkt bzw. erst gar nicht möglich, was letztendlich zur Lochbildung bei den Zielscheiben führt.
Zum Beispiel die Polyvinylscheiben, die oft als recyceltes Material verkauft werden. Das stimmt schon, aber diese Scheiben sind aus vernetzten Schaumfetzen verklebt und durch Beschuss fangen diese an zu zerbröseln. Deshalb wird, um diesen Prozess zu verlangsamen, eine Matte vorn und hinten aufgeklebt. Eine clevere Lösung der Industrie – die verkaufen ihren Abfall einfach.
Aber nun zurück zu den Vorteilen von Ethafoam, kurz EF abgekürzt.
EF hat eine extrem gute Druck- und Kriechfestigkeit über lange Zeiträume hinweg. Dadurch haben wir eine sehr gute Passgenauigkeit, was die Austauschbarkeit und den Sitz der Wechselmitten vorteilhaft beeinflusst.
EF hat eine gleichbleibende Leistung bei großen Temperaturschwankungen. Egal, ob es im Winter kalt oder im Sommer warm ist, für das Abbremsverhalten spielt das keine Rolle, es ist immer gut. Denn extreme Temperaturschwankungen und auch Luftfeuchtigkeit machen Ethafoam nichts aus. Ethafoam macht das alles mit.
EF ist resistent gegen Schimmelpilze, das kann man von anderem Zielscheibenmaterial nicht gerade sagen.
EF ist resistent gegen Ungeziefer, die Biester mögen das nicht.
EF ist hat eine mittlere Beständigkeit gegen Lösungsmittel und Chemikalien- vor allem aber gute Resistenz bei Säuren, Basen, Ölen und Fetten. Ok, das spielt keine große Rolle beim Bogenschießen, aber wir wollen es niemandem vorenthalten.
EF Zielscheiben können ohne zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen sicher behandelt, transportiert und gelagert werden.
PE-Abfälle sind problemlos zu entsorgen, kein Sondermüll!
Jetzt kommt noch der Hammer:
Ethafoam hat nur eine nur 2 %ige Wasseraufnahme bei einer 24-stündigen Unterwasserlagerung. Jetzt werden einige sagen “ja tauchen wir denn beim Bogenschießen?” Nein natürlich nicht, aber Scheiben, die auf dem Out Door Schießplatz stehen und dauerberegnet werden – was ja in unseren Breitengraden leider ab und an der Fall ist – saugen Wasser geradezu auf wie ein Schwamm, gerade die offenzelligen Schäume oder Stramit. Ethafoam eben nicht.
Was ist der Nachteil wenn eine Scheibe voll Wasser gesogen ist wie ein Schwamm? Sie wird schwerer (extrem schwerer), sie ist anfälliger gegen UV-Licht. Denn das Wasser in offenzelligen Strukturen lässt den Schaum schneller altern und er wird brüchig. Und dann stellen Sie sich vor, wir kommen in die kalte Jahreszeit: Regen, Schnee und Kälteeinbruch. Sie gehen zum Schießen und haben keine Ethafoamscheiben, sondern eine andere. Die Scheibe ist nun nicht mehr mit Wasser vollgesogen, nein, sie ist jetzt mit Eiskristallen durchwachsen! Stellen Sie sich ein nassen Schwamm vor, der in der Gefriertruhe war. Da könnte man genausogut auf Eisplatten schießen. Was mit Ihren Pfeilen passiert, ist klar.
Die Ethafoam Zielscheiben von BY BEIER GERMANY ® werden auch so verarbeitet, dass auf eine Stahlblechumreifung verzichtet werden kann, was natürlich bei Randtreffen Ihre/Deine Pfeile schont.
Wir hoffen mit diesem Beitrag etwas Aufklärung geleistet zu haben.

Ihr Uwe Beier”
Wildnissportkunde Gregor im Interview: Fred Bear Cheyenne Jagdrecurvebogen
Die Wildnissport-Redaktion hat Gregor auf dem Bogengelände des BSV Hohe Heide besucht und zu seinem neuen Bogen interviewt:
WiSpo: Hallo Gregor und Dankeschön, daß Du uns eingeladen hast und Dir Zeit für ein Interview genommen hast. Vor kurzem hast Du einen Jagdrecurvebogen von Bear Archery erworben. Bear Bögen sind nicht gerade gewöhnliche Bögen. Wie war Dein Weg zu ihm bzw. wie bist Du zum Bogenschießen gekommen?
Gregor: Da muß ich eigentlich ganz vorne anfangen. Mein erster Kontakt mit dem Bogensport war anlässlich einer Schulveranstaltung meiner Tochter Kristin, wo der Bogenfreund ein Bogenschießen für die gesamte Schule veranstaltete. Meine Frau und meine Kinder waren alle sofort vom Bogensport begeistert. Allerdings dauerte es noch ein paar Monate bis sich hier vor Ort ein Bogensportverein gefunden hatte, der uns zusprach. Mit dem BSV Hohe Heide haben wir hier eine gute Mischung aus netter Gemeinschaft, anprechendem Know-How und lockerer, guter Stimmung getroffen.
WiSpo: Du sprichst von Know-How. Wie wurdest Du an einen Bogen herangeführt?
Gregor: Mein ersten Erfahrungen habe ich mit einem 26 lbs White Waves gemacht, den ich beim Verein erst einmal geliehen hatte. Durch den engen Austausch mit den Vereinsmitgliedern und viel Ausprobieren bin ich dann nach 2 Monaten auf einen Langbogen, dem Sniper von Bearpaw, mit 35 lbs richtig in das Thema Bogenschießen eingestiegen. Ein sehr schöner Beginnerbogen, mit dem ich sehr zufrieden war und auch mein erstes Bogen-Turnier beim BSC Heps bestritten habe. Hier wurde ich das erste Mal auf Fred Bear Bögen aufmerksam, da mehrere Teilnehmer diesen ihr eigen nannten und auf die Jagd nach 3D Zielen gingen. Die Kraft und Eleganz der Bear Bögen hatten es mir angetan und der Wunsch war erweckt, auch eines Tages einen solchen Bogen zu schießen.
WiSpo: Deine Wahl ist auf den Cheyenne gefallen. Kannst Du Deine Beweggründe bei der Auswahl beschreiben?
Gregor: Genau kann ich es nicht beschreiben. Es ist so ein Gefühl, das Dir sagt: Der ist es! Beim Probeschießen mit dem 45 lbs Cheyenne war es sofort um meine Selbstbeherrschung geschehen und ich konnte mich der Anziehungskraft dieses formschönen und optisch so attraktiven Bogens nicht mehr entziehen. Ich habe sofort zugegriffen. Der Cheyenne besticht durch sein leichtes Gewicht und überrascht mit seiner Auswurfgeschwindigkeit, die den Pfeil von der Sehne katapultiert. Ich hatte vorher schon einige Bögen von Vereinskameraden ausprobiert, wie den Mamba von Martin oder den Super Grizzly von Bear. Der Martin Bogen hat einen schönen Griff, kann es in Punkto Bissigkeit aber nicht mit dem Cheyenne aufnehmen, der nebenbei auch sehr gut in der Hand liegt. Der Super Grizzly war mir im Vergleich zu schwer.
WiSpo: Würdest Du so weit gehen zu sagen, daß der Cheyenne Dein letzter Bogen ist?
Gregor: Mit den Cheyenne habe ich einen Bogen, der mich sicher die nächsten Jahre begleiten wird und erst einmal keine Wünsche offen lassen wird und das beste aus mir herausholt. 45 lbs Zuggewicht sind vielleicht noch nicht das Ende der Fahnenstange, aber es würde mir jetzt nichts bringen, auf höhere Zuggewichte zu gehen. Ich arbeite jetzt beim Training geziehlt an meiner Hand-Auge-Koordination und setzte mich mit dem Pfeiltuning auseinander. Ausreden in bezug auf den Bogen habe ich ja jetzt keine mehr (lacht).
WiSpo: Was sind Deine nächsten Ziele beim Bogenschießen?
Der Bogensport hat so viele Facetten und bietet unendlich viele Möglichkeiten, was ja auch seinen Reiz ausmacht. So möchte ich gerne noch viele Parcours im In- und evtl. auch im Ausland besuchen und träume davon, zusammen mit der Familie und auch Freunden aus der Vereinsumgebung mal Urlaub in einem Bogenhotel in Süddeutschland oder Österreich machen. Außerdem möchte ich mich noch weiter im Pfeile- und Sehnenbau betätigen, sowie irgendwann vielleicht selber einmal einen eigenen Bogen bauen.
Der Höhepunkt wäre aber, einmal die Möglichkeit zu bekommen einen Schulungskurs zu besuchen, in dem man seine Technik verfeinert, neue Sachen kennenlernen kann und individuell fit gemacht wird für das Leben mit dem intuitiven Blankbogen.
1. Wildnissport Foto-Shooting
Ein Camp der anderen Art hat Wildnissport am letzten Mittwoch den 22. März abgehalten. Wir hatten schon lange vor das Thema intuitives Bogenschießen und Outdoor-Klamotte zusammenzubringen. Die Idee dazu entstand bei der Vorlage der neuen Fjäll Räven Numbers-Kollektion am Wildnissport “Basecamp” in Suderburg.
Der Ansatz
Der intuitive Bogenschütze übt sich am liebsten in der Disziplin des Parcours-Schießens. Darunter versteht man so etwas wie “Bow-Walking”.
In einem Parcours begegnen Dir in der Regel 3D Tiere aus einem Spezialschaum, die sehr lebensecht nachempfunden sind. Auf diese Tiere wird von dem dazugehörigen Pflock geschossen, wobei Du im Idealfall mit dem ersten Pfeil direkt in das Kill triffst. Du “arbeitest” Dich von Ziel zu Ziel und zählst am Ende Deine Kills und Körpertreffer zusammen. Das ganze findet an der frischen Luft statt, und ein entschlossener Parcours-Schütze läßt sich auch bei schlechtem Wetter nicht von seinem Training abhalten. Vor allem nicht, wenn er sich gut gerüstet durch Wind, Wetter und Dickicht schlägt, was uns zum Thema Outdoor-Ausrüstung bringt.
Die passende Outdoor-”Klamotte”
Die Zusammenstellung der Bekleidung ergab sich quasi von selbst. Fjäll Räven hatte an den Tagen vorher ein Foto-Shooting zum neuen Forest-Flyer und stellte uns freundlicherweise die Muster zur Verfügung. Material, Farbgebung und die Ausstattung der Forest-Bekleidungsserie harmonisieren auf einzigartige Weise mit den Anforderungen der Bogenparcours-Gänger, so daß während des kompletten Shootings ein optimaler Tragekomfort garantiert war.
Ein schöner Test, da die “Models” zum Teil schwer gefordert wurden. Ergänzt wurde die Bekleidung durch Ausrüstung aus dem eigenen Fundus der Teilnehmer.
So dürfen sich der Gummistiefel-Hersteller Aigle aus Frankreich und die Wollbekleidungs-Manufaktur Mufflon aus Süd-Deutschland über schöne Produktfotos freuen.
Dann noch ein bißchen Härkila hier und ein wenig Elkline da, drunter trug man dann Woolpower und schon war das qualitativ hochwertige Potpourri an passender Bekleidung perfekt.
Die Location
Die Wahl des richtigen Ortes fiel leicht, da Wildnissport in dem malerischen Buchenwäldchen nahe Niebeck bereits ein traumhaftes Wochenende verbracht hatte.
Die Anreise und Aufbau des Bow-Camps erfolgte am Vorabend. Tipis und Sonnensegel untermahlten die magische Stimmung an dem Teich. Ein Lagerfeuer durfte natürlich auch nicht fehlen und ein geselliges Beisammensein mit köstlich auf der Grillschale zubereitetem Wildschwein und Forelle blau (von Rolf selbst in Schweden erlegt und geangelt!) gehörten zur Vorbereitung eines Foto-Termins mit gelöster Stimmung einfach dazu.
Die Models
Als authentischer Shop mit gut entwickeltem Netzwerk verstand es sich von selbst, daß für das Shooting keine professionellen Models in Frage kamen. Es sind die Leute wie Du und ich, die später die Bekleidung tragen und deshalb wurde im Freundeskreis gefragt, wer Lust hat und auch bereit ist, sich für so einen besonderen Anlaß auch einen Tag Urlaub zu nehmen.
Simone, Hacki und Jan von Wildnissport waren schließlich die Auserwählten; alle drei Wildnis-affin und geübt an Pfeil und Bogen. Die drei waren total locker und unverkrampft und haben ihren “Job” sehr gut gemacht. Wir hatten alle zusammen viel Spaß und es hat sich wieder einmal gezeigt, was alles geht, wenn man sich kennt und den Willen hat nicht nur zu reden, sondern auch anzupacken. Etwas später am Vormittag stieß auch noch Lucas dazu und brachte noch einmal Schwung in das Shooting. Ein unverschiebbarer Mathe-Test war am Morgen die Pflicht vor der Kür. Auch das ist typisch für Wildnissport. Jeder hat irgendwo noch ein Eisen im Feuer
Die Fotografen
Auch hier schnell erzählt. Wahrend Rolf und Oliviero von Wildnissport an ihren Kameras für das Shooting des Shootings und Weitwinkelaufnahmen zuständig waren, übernahm Thomas Böhl, Wildnis-Reisender, Fotograph und langjähriger Begleiter von Wildnissport, den wichtigen Part des Tele-Nachaufnahmenbereichs. Seine Aufnahmen bleiben Dir vorerst noch vorenthalten (sind der Hammer und ein kostbar gehüteter Schatz!).
Die Bögen
Den interessierten Anhängern des Bogensports wird sich die Frage stellen, welche Bögen wir wohl zu so einem Foto-Termin mitnehmen. Hier kurz die Liste: Lanura OES Langbogen, Fred Bear Super Grizzly, Fred Bear Cheyenne, Black Speedy Kinderbogen und White Waves von By Beier Germany und Grizzly Hunter und Kodiak Hunter von Bearpaw. Alle Bögen sind nicht nur im Wildnissport Sortiment, sondern auch seit langer Zeit im persönlichen Einsatz.
Der Parcours
Der Parcours beinhaltete diverse Longlife 3D Tiere und die hochwertigeren Strohscheiben von By Beier Germany und wurde um das Bow-Camp herum errichtet. Bereits am frühen morgen um 7:00 begann die erste Parcour-Runde bei diffusem und Morgennebel-geschwängertem Licht. Das perfekte Wetter also für stimmungsvolle Bilder mit besonderem Bogenflair, das erahnen läßt, wie es früher in den Wäldern zugegangen ist.
Pfeil um Pfeil schwirrte durch die Luft bis die Finger schmerzten. Nur gelegentlich unterbrochen durch die unvermeidbare Nachsuche nach abgefälschten und abgetauchten Pfeilen, die sich zum Teil tief in den mit dickem Laub bedeckten und humusreichen Waldboden eingegraben hatten.
Dazwischen immer wieder Prüfung der Bilder und Wechsel der Bekleidungs-Systeme. Nach 2h harter Arbeit dann endlich das erste Frühstück für die Bogenschützen mit Brötchen und Ei. Lediglich Thomas war noch im Rausch des Moments und ließ sich nur schwer davon abhalten, diverse Detailaufnahmen der Ausrüstung anzufertigen.
Fazit
Eine Aktion, an die alle Beteiligten noch lange und gerne zurückdenken werden. Von der spontanen Umsetzung bis zum Shootings war die ganze Zeit über eine besondere Stimmung und Willen im Team zu spüren, die der Schlüssel zu der zielgerichteten und effektiven Durchführung war. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Die Bilder werden sowohl Online als auch in folgenden Flyern präsentiert werden. Das war bestimmt nicht das letzte Wildnissport Foto-Shooting. Wir haben Lust auf mehr. Doch jetzt geht es erst einmal wieder an das Tagesgeschäft.
Lanura OES Langbogen: Kundenfeedback und Upgrade
Eine ungewöhnliches Vorhaben nahm vor kurzem Matthias, Wildnissport-Kunde und begeisterter traditioneller Bogenschütze in Angriff. Matthias hat sich den Lanura OES Langbogen zugelegt und diesen durch kreative Eigenleistung und handwerkliches Geschick in einen FastFlight-tauglichen Bogen umgewandelt. Hier seine Anleitung:
Fast-Flite Umbau Langbogen Lanura OES
“Nachdem ich mit dem Lanura mehrmals auf einem Parcours war habe ich mich entschieden, ihn Fast-Flight tauglich zu machen. Hier eine kleine Anleitung:
Die größte Belastung durch Fast-Fligt trifft die Tips, die beim Lanura zwar glasbelegt sind, aber von den Dimensionen her keine gute Abschätzung zulassen ob der Bogen Fast-Flight verträgt. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, habe ich meine Tips mit Hornplatten verstärkt.
Dafür habe ich Rinderhornplatten in 4mm Stärke genommen (Wasserbüffelhorn geht auch und 3mm hätten sicher auch gereicht). Man braucht davon nur eine kleine Platte (ca. 16 x 80 mm). Mit einer Raspel habe ich eine ebene Auflagefläche fürs spätere Kleben geschaffen (Rinderhornplatten sind Naturprodukte und deshalb teilweise recht uneben). Hierbei zunächst quer, später nur noch der Länge nach raspeln (wenn die Raspel auf der ganzen Hornplatte aufliegt wird sie auch komplett eben). Die Auflagefläche wird anschließend mit Schleifpapier geglättet (max. 100er Körnung damit der Kleber später gut eindringen kann).
Anschließend habe ich die Form der Tips grob vorgezeichnet und ausgesägt (am besten mit einem Dremel, bei einer Handsäge ist die Gefahr des Abplatzens von großen Teilen zu hoch). Das Aussägen stinkt höllisch, am besten draußen oder in gut belüfteten Werkstätten machen.
Die Form der Sehnenkerben habe ich mit einer Schlüsselfeile vorgefeilt, hierbei ist darauf zu achten dass keine scharfen Kanten stehen bleiben, die Später die Sehne beschädigen könnten. Als letztes habe ich die Overlays mit dem Schleifaufsatz abgerundet (durch die kurze Eingriffszeit verbrennt hierbei das Horn nicht und es stink auch nicht, aber bitte hier nicht mehr Raspeln sonst können große Stücke abplatzen).
Damit der Kleber gut hält habe ich die Tips des Langbogens ebenfalls angeschliffen. Geklebt werden die Overlays mit Epoxidharz (Zweikomponentenkleber, unbedingt exakt im Verhältnis 1:1 mischen und den übriggebliebenen Rest nach Trocknung auf Festigkeit überprüfen). Zum Fixieren habe ich die Overlays mit Nylongarn an den Tips festgebunden.
Wenn der Kleber getrocknet ist, Sehnenkerben ausfeilen, so dass sie mit den Tipkerben übereinstimmen. Overlays an die Tipform angleichen (schleifen), Bereiche in denen die Sehnenkerbe anliegt runden und Spalte mit Epoxidharz auffüllen.
Als Sehne verwende ich eine flämisch-Spleiss Fast-Flight Sehne (flämisch-Spleiss Sehnen belasten die Tips etwas weniger als Endlossehnen), um die Belastung auf eine größere Fläche zu verteilen, habe ich die Öhrchen noch mit Sehnengarn gewickelt.
Da die Sehne durch die Overlays für gleiche Standhöhe jetzt etwas länger sein muss als die Bogenlänge habe ich die Sehne noch um 5 Umdrehungen ausgedreht.
Der Test
Ich war schon zweimal damit schießen, der Bogen macht das gut mit, geht echt super, spürbar schnellere Pfeile, viel weniger Handschock, etwas lauter als eine Dacron Sehne, aber das kann man mit Geräuschdämpfern beheben.”
Dark Hunter Jagdbogen – für ambitionierte Einsteiger und fortgeschrittene Bogenschützen
In der Reihe mitwachsender Take Down Recurvebogen sei hier ein Auge auf den Dark Hunter von BY BEIER GERMANY geworfen.
Manch Bogenbeginner mag sich vor dem höheren Anschaffungspreis im Vergleich zu vielen auf den Markt erhältlichen Einsteiger Take Downs, wie z.B. des White Waves, scheuen. Aber bei diesem Recurvebogen lohnt sich ein 2. Blick definitiv.
Im Vergleich zum White Waves ist er für alle Bogenfreunde interessant, die langfristig auf ein hohes Zuggewicht hinaus wollen. Der mitwachsende Dark Hunter eignet sich hervorragend zum langsamen Aufbau der eigenen Phsysis und leitet zu einem späteren Umstieg auf einen teureren,einteiligen und kräftigeren Bogen über.
Denn während der White Waves bis maximal auf 36 lbs aufgerüstet werden kann, wächst der Dark Hunter in 5 lbs Schritten von 25 lbs bis 55 lbs mit!
Hinzu kommen die ihm innewohnende und nach außen ausstrahlende Ästhetik.
Seine schwarzen Wurfarme, die clean und unauffällig auf das Mittelstück geschraubt werden, verleihen ihm eine ganz besondere Eleganz. Dies wird durch die beim Griffstück eingesetzten Hölzer unterstrichen.
Schwarze Walnuß und edles Kirschholz harmonieren hier mit dem “schlanken” schwarz der Wurfarme.
Mit 60” Bogenlänge gehört er durchaus bereits in die Klasse der Jagdbögen.
Dennoch läßt er sich sehr schön ziehen und ruhig schießen. Auch sehr gut geeignet für jugendliche Bogeneinsteiger,die ab einem Alter von ca. 14 Jahren mit dem Bogenschießen beginnen. Der Dark Hunter wird sie bis in das Erwachsenenalter begleiten.
Fazit
Ein Bogen, der das Potential hat, Dein erster und einziger Bogen zu bleiben oder Dich auf höheres vorbereitet.
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